|
Chronologie einer Endomorphose
|
|
|
|||||
|
Es ist ... eine anthropozentrische
Selbsttäuschung, daß wir stillschweigend immer so tun,
als ob die Evolution ausgerechnet bei uns zum Stillstand gekommen
ist. |
|||||||
|
Die Vorstellung, dass nicht nur Menschen ihre Gesellschaft gestalten, sondern dass auch umgekehrt, Gesellschaften den Menschen gestalten können ist der Leitgedanke dieser Chronologie einer Endomorphose. |
|
|
|||||
|
Seit 1999 trage ich hier Medienzitate und eigene Gedanken zu diesem Motiv zusammen. Die meisten Texte haben den Charakter von losen, tagebuchartigen Notizen. Doch es gibt auch einzelne Texte, die etwas längere Gedankengänge und eher gefühlsbetonten Bewertungen aktueller Entwicklungen zum Gegenstand haben. |
|
|
|||||
|
Gegenwärtig scheint mir die Kombination aus der schwungvollen Ausweitung marktwirtschaftlicher Mechanismen mit dem rasanten Fortschritt im Bereich der Lebenswissenschaften der bemerkenswerteste - aber von der Öffentlichkeit leider kaum wahrgenommene - Trend zu sein. |
|
|
|||||
|
Sei es die Gentechnik, die Forschung zu hybriden Tier- bzw. Mensch-Maschinensystemen, die Forschung zur künstliche Intelligenz, zu autonomen Systemen oder zur Schwarmintelligenz: fließende Übergangsformen zwischen bestehenden Lebensformen und zukünftigen, künstlichen Gebilden rücken immer mehr in den Bereich des Denkbaren. Vielleicht wird dies einmal dazu führen, dass Staaten, Unternehmen oder das Militär unter dem Druck gegenseitiger Konkurrenz sich dazu entscheiden müssen, spezialisierte, bedarfsgerechte Wesen zu erschaffen, die dann gemeinsam mit den Menschen die Erde bevölkern oder letztere sogar verdrängen. |
|
||||||
|
Dieser von der Gesellschaft nach innen gerichtete Gestaltungsdruck auf einzelne Individuen soll als Endomorphose, als eine inwärtige Formgebung, bezeichnet werden. |
|
|
|||||
|
Letzte Änderung: 14. Mai 2006 // Vorheriger Eintrag |
|
|
|||||
|
|
|
||||||
|
Chronologie |
Hobby-Philosophie |
||||||