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25. Oktober 2008 Urtier als Metapher Die Ambivalenz sozialer Integration als Bild G. Heim, Aachen
Irgendwo, auf irgendeiner
Welt, lebten einmal kleine Tierchen im Ozean. Alle Tierchen hatten
alles, was sie zum Überleben brauchten. Doch alle Tierchen konnten
irgendetwas besonders gut: zum Beispiel schnappen, saugen, rudern,
wedeln,
sehen oder bohren.
![]() Dann, im Laufe der Entwicklung, schlossen sich die Tierchen zu Kolonien zusammen. Jedes Tierchen brachte seine besondere Fähigkeit mit. Nun brauchten nur noch die Sehtierchen zu sehen und die Rurdertierchen zu rudern. Jedes Tierchen beschränkte sich auf seine Kernfähigkeit. Die Spezialiserung auf eine Funktion war ein Schlüssel für den Erfolg der Kolonie. Die einzelnen Tierchen verloren an Autarkie, profitierten aber vom Nutzen der Arbeitsteilung in der Kolonie. Mit den Worten des polnischen Science Fiction Autoren Stanislaw Lem könnte man hier von soziointegrativer Degeneration sprechen. ![]() Zuletzt gehen die
ursprünglichen ganz in dem neu entstandenen Überorganismus
auf. Die Schnapptierchen gibt es nicht mehr, die Sauger bilden den
Mund, die Sehtierchen die Augen, die Wedeltierchen die Schwanzflossen
und so weiter:
![]() Keines der ursprünglichen Tierchen könnte mehr für sich alleine Leben oder über sein Schicksal entscheiden. Die Entstehung der neuen Individualität eines Fisches ging zu Kosten der Individualität der Urtierchen. Ich bezeichne ein solches Zurechtformen ehemals individueller Komponenten durch die Bedürnisse und Chancen eines Überorganismus als Endomorphose. Es ist ein Ziel dieser Webseiten, Gedanken und Material zur wertenden Beschreibung einer möglichen Endomorphose individueller Menschen durch entstehende soziale Übersysteme für eine spätere Bearbeitung zusammenzustellen. Letzte
Änderung: 25 Oktober 2008 // Erster Entwurf dieser Seite Eine Ebene
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