Physik und das utopische Denken

Sinn zwischen Freiheit und Zwang


G. Heim
Vaals, NL


Calculated intensity distribution behind a double slit illuminated by a plane monochromatic, fully coherent X-ray wave with a photon energy of E=12.5 keV. (Wikipedia Commons)
  Intensity distribution behind a double slit


Physik schließt hier die Naturwissenschaften insgesamt mit ein. Für das utopische Denken ist die Physik von dreifacher Bedeutung.

In konkret praktischer Hinsicht verschafft uns die Kenntnis der Physik die Mittel zur Manipulation unserer Umgebung und damit die Voraussetzung gestalterischer Freiheit.

In eschatologischer Hinsicht mag sie uns Hinweise zu einem höheren Sinn und Zweck des Seins geben. Die Idee von einer ständigen Entwicklung hin zu mehr Komplexität im Kosmos ist ein Beispiel.

Im utopischen Denken stellt neben der Logik auch die Physik eine Denkgrenze dar. Die Zeitlichkeit unserer Kenntnisse soll aber die Frage erlauben, welche Physik denn für welche Utopie erstrebenswert wäre. Im radikal utopischen Denken wird Physik selbst also zum Gegenstand der Gestaltung.

Auf diese Seite geht es aus historischen Gründen zur Zeit vorrangig um die Frage nach dem Freien Willen im Zusammenhang mit der Quantenphysik. Während der Auseinandersetzung schälte sich langsam die folgende Kernthese heraus:

Unsere physikalische Realität ist darauf hin eingerichtet, mehreren unabhängigen 'Agenten' einen gemeinsamen Gestaltungsraum zu geben. Die Balance zwischen naturgesetzlichem Zwang und quantenphysikalisch formulierbaren Unbestimmtheiten spiegelt den Kompromiss zwischen individuellen Allmachtsansprüchen kooperativer Gestaltung wieder.



Estellt: 8. Aug. 2010      ~      Letzte Änderung: 13. Aug. 2010

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