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September 2009 Expeditionen in terram
utopicam Buten in de Noordsee And beyond all else he glimpsed an infinite gulf of darkness, where solid and semi-solid forms were known only by their windy stirrings, and cloudy patterns of force seemed to superimpose order on chaos and hold forth a key to all the paradoxes and arcana of the world. H. P. Lovecraft1) ![]() |
| Buten in de Noordsee Nebel lag über den Wassern die da flossen. Satt und fest erhob sich das Watt. Herab floss das Wasser grau. Ringsum der Niesel schwer. Ganz fern: die Bake schwarz Es atmete die Zeit. Ganz ruhig, ohne Hast. U-Boote lauerten im Watt. Der Leuchtturm unsichtbar im Grau. Es lauerte die Zeit, unsichtbar im Watt. Nebel lagen über den Wassern die da flossen. Schaluppen schlüpften von hier nach da. Sie trugen die Träume von Sand zu Sand. Es behütet sie die Zeit herum. Die Zeit, die alle Träume stillt. Düster erhob sich das Watt - seit Zeiten urgedenk. Ahnungsvoll fließen die Wasser voller Kraft. Was heute ward getan, das ist Keim. Keimt auf und hofft im Weltenwatt. Es drängt als Nimmersatt die Kraft. Die Kraft die schaffen will - und kein Rasten kennt und Ruhe nicht. Sie zerfrisst den Sand der ruhig liegen will. Sie zernagt den Geist der Ruhe sucht. Nebel schafft. ___________ Diese Worte kamen mir in ruhiger Stimmung, als ich zum zigsten Mal hintereinander Mike Oldfields Ommadawn Part I aus dem Jahr 1975 hörte. Zum Ende der ersten Seite der Schallplatte steigert sich die Insrumentalmusik Oldfields zu einem aufpeitschenden Finale, das ich gut als blinden Willen zur Kreation interpretieren kann. Die Bilder zu dem obigen Gedicht reichen zurück bis in meine frühe Kindheit: Auf Fährfahrten von der norddeutschen Hafenstadt Emden zu der Nordseeinsel Borkum sah ich häufig trockenliegende Wattflächen. Um sie herum floss sichtbar das Gezeitenwasser. Bei Strandwanderungen lernte ich die mystische Stimmung kalter Nebeltage schätzen. Schon immer verband ich mit den Bildern von Watt, Wasser und Nebel ein Motiv des Schaffens. Als Kind stellte ich mir oft das geheimnisvolle Leben der kleinsten Tiere im Wasser vor und verband damit eine schaurige Ahnung jahrmillionenalten Werdens und Vergehens. Die Vorstellung von Bakterien, ihrer inneren Struktur und ihren Körperformen war seltsamerweise Bestandteil dieser Phantasien bis zurück in die frühe Kindheit. Ich liebe diese Stimmung numinosen Schaffensdranges, ätherisch erahnter Welten, die kommen und gehen, das gärende Potenzial. ________ Fußnoten 1) Lovecraft, Howard Phillips: The Haunter of the Dark. Kurzgeschichte aus dem Jahr 1935. Links innerhalb der Webseite
www.seelengrund.de: 2001: The Discovers Dreams |
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Letzte Änderung: 6. August 2010 |