Vorwort
zur Webseite
www.seelengrund.de
Von der Idee, sich eine gute Welt
selbst ersinnen zu wollen
G. Heim
Aachen, Januar 2010
August Renoir: Le Jardin d'essai, 1881
Der
Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes
steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche
Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende...
Ernst Bloch
Das Prinzip Hoffnung
In unserem Wunsch richtig zu handeln können wir Orientierung und
Halt von anderen Menschen und in den großen Denksystemen der
Philosophie und Religion finden. Wertschätzung, anderen
entgegengebracht, kehrt oft als das Angebot wahrer Gemeinschaft zu uns
zurück und wir fühlen uns auf dem richtigen Weg. Ethische
Entwürfe und die Gebote der Weltreligionen bestärken uns im
Wunsch nach Frieden und Toleranz.
Aber wo der Geist nach einem Weltbild ohne Widerspruch und Lücke
drängt, müht sich mancher bald erfolglos ab. Die
Wissenschaften zeichnen den Kosmos als mathematisches Gebilde, doch
bereits von der Erkenntnismethode ausgeschlossen bleibt das Wozu. Die
christliche Religion erklärt das Böse mit der Freiheit
unseres Willens und unterschlägt doch, dass wir in diese Freiheit
ganz unfreiwillig hineingeworfen wurden. Wir sind in eine Welt
hineingestellt, die uns ihren Sinn und Zweck verbirgt.
Doch wissen wir überhaupt, wonach wir suchen, was wir von der Welt
erwarten? Ich zumindest weiß es nicht.
Schaue ich, welche Regungen aus dem Unbewußten in mir aufsteigen,
so erkenne ich zwei Makel an ihnen: Sie sind wandelhaft und sie laufen
in letzter Konsequenz auf absurde Widersprüche hinaus.
Wandelhaft sind etwa meine Einstellungen zu Mitmenschen. Laufen die
Geschäfte gut und stellt sich hier und da etwas Erfolg ein, so
sind mir die anderen gefällige Wesen, denen man Gutes wünscht
und gönnt. Doch gerate ich im Leben in eine Sackgasse oder treffen
gar zu viele Widrigkeiten überein, so neide ich diesen Menschen
alles und wünsche ihnen Übles. Wo ist hier das
beständige Ich, die Maßgabe für richtiges Handeln?
Widersprüchlich sind meine Seelenregungen, wenn ich sie zu Ende
denke. So will ich gerne in einer Gemeinschaft leben. Doch
schließt die Idee der Gemeinschaft für mich ein, dass die
anderen Wesen ebenso frei sind in ihrem Tun und Wollen, wie ich. Und
ich will ebenso, dass die Anderen mir stets wohlgesonnen sind. Wie aber
sollen freie Wesen zuverlässig mir wohlgesonnen sein?
Die Launen und Unausgegorenheiten meiner Seelenwünsche stehen so
am Anfang meiner Auseinandersetzung mit der Welt. Zuerst muss ich in
meine Seele blicken, um Klarheit über meine Wünsche zu
erlangen. Und der Ruf nach Widerspruchsfreiheit ist einer dieser
Wünsche.
Weiß ich näher, was ich wirklich will, so kann ich
versuchen,
eine Welt zu ersinnen, die meinen Seelenwünschen gerecht wird.
Dazu gestehe ich mir alle Freiheiten zu, setze mich soweit möglich
in die Lage eines allmächtigen Schöpfers. Ich werde dabei an
logische Grenzen kommen, Kompromisse schließen,
Unmögllichkeiten, Undenkbarkeiten anerkennen.
Einen weiteren Zweck als mir Klarheit über meine
Seelenwünsche und die Reichweite ihrer spekulativen Kraft zu
verschaffen will ich zunächst nicht anstreben.
Mit der Klarheit über die Berechtigung meiner Ziele wäre mir
aber schon viel gegeben. An solchem Wissen könnte ich den Zustand
unserer Welt messen, könnte die Realisierbarkeit von
Verbesserungen abschätzen oder weiterführende Fragen
präzisieren. Und vielleicht hilft das Projekt sogar dabei, eine
tiefere, mir jetzt noch verborgene Bedeutungsebene im Kosmos zu
erkennen.
Bezüglich unseres aktuellen, gesellschaftlichen Zustandes glaube
ich Folgendes erkennen zu können: Auf systemischer Ebene bildet
die westliche konkurrenzbasierte Industriegesellschaft darwinistische
Optimierungsstrategien ab. Damit droht dem individuellen Menschen eine
Beschneidung seiner Autonomie durch Systemzwänge. Der Geist in uns
aber sollte sich von der Natur, eben dem Evolutionskampf, emanzipieren.
Das ist schon ein Teil der Utopie. Der Geist sollte die Welt bestimmen,
nicht umgekehrt.
Noch wenig strukturiert und mit unsauberem HTML-Code durchsetzt
erscheint meine Webseite wahrscheinlich nicht besonders professionell.
Was sie
aber möglicherweise bietet sind einige
Perspektiven und Denkansätze.
Zu meiner Person sei gesagt, dass ich 1966 geboren wurde und von meiner
Ausbildung her Ingenieur bin.
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Einige ausgewählte Beispieltexte:
Basiswünsche
zur
Utopie, wie sie aus der Seele sprechen 
Wege zur
Utopie - jenseits der herrschenden Zustände 
Gesellschaftskritik:
der
Mensch
als Zelle im System 
Physik:
Zur philosophischen Relevanz des Materiebegriffs 
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